II. AH des SV Adler Dellbrück 1922 e.V.

Spiel 14.04.2018

Dünnwalder SC - II. AH 1:1 (0:0)

Sv. Müller

A. Rath (1)     Backoff    Gratzla

Theissen      Lauderbach

 Dumm       Sieberg        Luongo

Lehmann       Gül

Juchem
Haarhausen
Pickartz
St. Müller

Direkt zu Anfang Schock für die Dellbrücker:  3 Minuten waren gespielt, als sich Dirk Sieberg einen, wie sich später im Krankenhaus herausstellte, Meniskusriss zuzog. Gute Besserung an dieser Stelle.

Vom Spiel gibt es zunächst wenig zu berichten. Wenig Torszenen in der ersten Hälfte; einmal waren es die Hausherren, die einen Kopfball nur um Haaresbreite am Pfosten vorbeisetzten, einmal konnten die Gäste mit einen Fernschuss von Juchem aufwarten.
Ansonsten viel Taktik und Sicherheit auf beiden Seiten, aber auch einige Unzulänglichkeiten und Fehlpässe.

In der zweiten Halbzeit kaum Änderungen, bis zur 44. Minute als die Adler im Kollektiv eine kurz ausgeführte Ecke verschliefen. Die Hereingabe verwertete ein komplett freistehender Dünnwalder, der die Kugel nicht mal richtig traf, per Kopf ins Linke untere Eck.
Nun wurden die Adler zusehends aktiver. Bei zwei wunderbaren Flanken kam Rainer Haarhausen jeweils zu spät. In der 60. Minute wieder eine Flanke von links. Haarhausen steigt mit dem Keeper und einem Verteidiger hoch, der Torwart kann nur unkontrolliert nach vorn abwehren. Andi Rath kommt aus dem Rückraum, nimmt den Ball 20 m vor dem Gehäuse an und zieht ab. Der Keeper macht keine glückliche Figur da ihm wohl die Sicht versperrt war, und der Ball fliegt halbhoch, nicht mal sonderlich platziert ins Tor. Die Adler drücken zwar weiter, aber beide Mannschaften behalten jeweils in der Defensive die Übersicht, so bleibt es beim gerechten Unentschieden in einem an Höhepunkten armen Spiel.

Nach dem Spiel wurden die ein, zwei Zwistigkeiten im Spiel, zusammen mit den fairen Dünnwaldern ausdiskutiert und bei ein, zwei gemeinsamen Bier heruntergespült

(Bericht. R. Haarhausen).

Spiel 07.04.2018

SSV Berghausen - II. AH 0:5 (0:3)

Däubler

Gratzla      Selbach    Jonas

Luongo (2)      Backoff (1)      Hoffmann

 Lehmann               Juchem

Gül (2)       Fragel




Am ersten gefühlten Sommertag des Jahres entwickelte sich beim SSV Berghausen zunächst ein ausgeglichenes und flottes, wenngleich nicht hochklassiges Spiel. Letzteres lag vor allem an der Heimmannschaft, die in der Vergangenheit schon deutlich stärker aufgetreten ist. Nach 10 Minuten der erste Höhepunkt: Hoffmann setzt sich auf links schön durch und legt den Ball zurück auf Backoff, der von der Strafraumgrenze unhaltbar genau in den Winkel trifft. Adler übernimmt jetzt zunehmend das Kommando. Kurz darauf ein guter Angriff auf der anderen Seite über Luongo und Lehmann, Fragel hämmert die flache Hereingabe aus der Nahdistanz an den Querbalken. In der 22. Minute setzt der heute sehr mannschaftsdienliche Juchem Gül in Szene, dieser befördert den Ball mit seiner guten Schusstechnik an nahezu die gleiche Stelle wie zuvor Backoff, mit etwas weniger Wucht, dafür aber mit umso mehr Gefühl. Die Adler-Abwehr steht gut, sofern dennoch etwas Richtung Tor kommt, wird es zur sicheren Beute von Däubler. Kurz vor der Pause ein wunderbarer Steilpass auf den heute ebenfalls stark aufspielenden Luongo, dieser kann den Ball technisch perfekt über den herausstürzenden Keeper zur verdienten 3:0 Führung in die Maschen heben.
Als Coach Theißen kurz nach Wiederanpfiff Superhai vom Feld nimmt, wittert die Heimelf noch einmal Morgenluft und macht Druck. Die Partie wird jetzt etwas härter, die Fouls werden jedoch im Rahmen intensiv geführter Zweikämpfe geführt und es kann nirgendwo Absicht unterstellt werden. Zwei, drei hochkarätige Chancen der Gastgeber verpuffen, mit dem 4:0 durch Gül in der 50. Minute wird der aufkommende Widerstand gebrochen. Vorausgegangen war eine gut getretene Ecke von Fragel, Gül stand allerdings mitten im Strafraum ganz frei und konnte den herunterkommenden Ball sogar mit dem Fuß einschieben. Berghausen bleibt optisch überlegen, ohne allzu große Torgefahr zu entwickeln. Adler verlegt sich zunehmend auf Konter. Wieder wird der schnelle Luongo mit einem Steilpass auf die Reise geschickt, dieses Mal schiebt er den Ball flach am herauskommenden Keeper zum 5:0 in die Maschen. Dies ist zugleich der Endstand, da Lehmann in der Folgezeit eigensinnig aus halbrechter Position über das Tor ballert, anstatt auf einen in der Mitte freistehenden Mitspieler quer zu spielen. Von dieser Aktion abgesehen fällt an diesem Nachmittag vor allem die uneigennützige Spielweise und mannschaftliche Geschlossenheit der Adler-Truppe auf. Nahezu immer wurde sofort der besser postierte freie Mann gesucht, sicherlich auch mit ein Grund für die an diesem Tag gute Torausbeute mit fünf Treffern aus sieben Großchancen. Bemerkenswert auch, dass den Kneipenwanderern vom Vorabend, bis auf verständlicher Weise etwas nachlassende Kräfte gegen Ende des Spiels, kaum etwas anzumerken war.
 

(Text: B. Gratzla).

Spiel 24.03.2018

CF Casa de Espana - II. AH 2:4 (0:1)

Däubler

Gratzla      Sv. Müller    Backoff

Lauderbach      Juchem

 Dumm (1)        Robie       Azim

Ecklebe (2)       Pickartz

Schmitz (1)
Reimann
Haarhausen

Der C.F. Casa de Espana war für die uns ein unbeschriebenes Blatt und der Gegner erwies sich als schnelle, technisch gute und auch kampfstarke Mannschaft. Coach Melcher setzte wieder auf eine Dreierkette und ließ mit zwei Stürmern spielen, ein System, das uns am besten zu behagen scheint. In den ersten zehn Minuten musste in der Rückwärtsbewegung Schwerstarbeit verrichtet werden, um den mit hohem Tempo anstürmenden Gegner einigermaßen in Schach zu halten. Ein erster gefährlicher Distanzschuss von Casa kann von Däubler gerade noch über den Querbalken gelenkt werden. Mit zunehmender Spielzeit werden die Räume immer enger gemacht, die wieder von Sven Müller organisierte Defensive agiert sicherer und wir kommen selbst zu ersten gefährlichen Vorstößen. In der 12. Minute setzt sich Azim schön auf links durch und legt für Lauderbach auf. Dessen strammen Schuss kann der gegnerische Keeper gerade noch parieren. Dumm setzt nach und drischt den Ball aus wenigen Metern Vollspann zur 1:0 Führung in die Maschen. In der Folgezeit wogt das Spielgeschehen hin und her. Däubler verhindert den Ausgleich mit einer Glanzparade. Wenig später schlängelt sich Juchem durch zwei Gegenspieler durch und überlupft den herausstürzenden Torwart, der Ball geht jedoch Zentimeter am Pfosten vorbei. Schade, die Aktion hätte wirklich ein Tor verdient gehabt. Mit einem knappen Vorsprung geht es nach intensiven und gutklassigen ersten 35 Minuten in die Pause.
Kurz nach Wiederanpfiff zieht der eingewechselte Schmitz auf und davon und hat nur noch den Torwart vor sich. Anstatt selbst zu verwandeln, legt er uneigennützig auf den nachgerückten Ecklebe quer. Dieser braucht die Kugel nur noch in den leeren Kasten zu schieben Er trifft den Ball nicht richtig, aber irgendwie trudelt die Kugel glücklich hoch ins Gehäuse. Die Partie wird nun zunehmend härter, Casa will sich keinesfalls schon geschlagen geben. Lauderbach muss einen Ellenbogencheck einstecken, die einzige gelbe Karte des Spiels erhält Sven Müller nach einem Trikotzupfer. Der umsichtig pfeifende Schiri schafft es jedoch, das Geschehen noch im Rahmen zu halten. Casa rückt immer wieder bis zur Mittellinie auf und bleibt damit anfällig für Konter. In der 47. Minute kann sich Robie rechts durchsetzen und bringt den Ball flach nach innen. Wiederum ist Ecklebe zur Stelle, er hat dieses Mal keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz zum 3:0 über die Linie zu drücken. Wer dachte, dies sei bereits die Entscheidung, sah sich getäuscht, wir bringen uns selbst noch einmal in die Bredouille. Der direkte Wiederanstoß landet aus dem Mittelkreis postwendend zum 3:1 Anschlusstreffer in unserem Kasten. Wie Keeper Däubler nach der Partie erläuterte, stellt er sich beim Anstoß immer 30 Meter vor den Kasten, um einen Fernschuss zu provozieren. Im Anschluss will er schnell ins Tor zurückeilen, um den Ball zu abzufangen. Teil eins des Plans geglückt, Teil zwei ging dieses Mal voll in die Hose. An dem Trick muss Däubler noch etwas feilen. Zwei Minuten später fällt der Anschlusstreffer zum 3:2. Ein Eckball segelt in Höhe der 5 m Linie in den Strafraum direkt auf den Kopf von Haarhausen. Dieser zieht die Rübe allerdings ein und der gegnerische Stürmer drückt die Murmel über die Linie. Die Erklärung Haarhausens nach dem Spiel: Fünf Mann hätten "Torwart" gerufen, deswegen sei er weg geblieben. Däubler fühlte sich offenbar nicht angesprochen. Zu seiner Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass es eigentlich seine Sache gewesen wäre, eine Ansage zu machen und nicht die der anderen. Jetzt steht das Spiel noch einmal auf des Messers Schneide und geht hitzig weiter. Gut zehn Minuten vor Schluss macht Schmitz jedoch den Deckel drauf. Er sprintet, zwei Meter vor der Mittellinie startend, einem langen Ball hinterher, umkurvt den Torwart und schiebt sicher zum 4:2 ein. Der Casa-Keeper kriegt sich gar nicht mehr ein und reklamiert vermutlich jetzt noch Abseits. In den letzten Minuten brennt dann nichts mehr an, der schwer erkämpfe Sieg wird nachhause gefahren.
Insgesamt eine gute Leistung der Adler-Truppe gegen einen starken Gegner. Ehrlicherweise muss man sagen, dass es ohne Gastspieler wohl nicht zu einem Sieg gereicht hätte.      
                                    

(Bericht: B. Gratzla).

Spiel 17.03.2018

FC Kleen Eck - II. AH 3:1 (3:0)

Sv. Müller

St. Müller    Reimann   Backoff    Haarhausen

Schellenberg (1)      Lauderbach

 Dumm         Hoffmann       von Trosdorf

Pickartz

Gratzla
Meinhardt

Die Partie in Dünnwald steht von Anbeginn unter einem schlechten Stern, Superhai tapst beim Aussteigen auf dem nicht vorhandenen Parkplatz gleich in einen fetten Hundehaufen. Scheiße am Schuh haben aber zunächst seine Mitspieler, muss er sich doch anfangs zusammen mit dem bei Minusgraden und strammen Wind tapfer ausharrenden Adler-Anhang das chaotische Gekicke der eigenen Truppe ansehen. Einer der zahlreichen  Ballverluste im Mittelfeld führt zum schnellen Gegenzug, der nur auf Kosten einer Ecke unterbunden werden kann. Anschließend schaut die ganze Abwehr zu, als der Kleen Ecker Stürmer den Ball seelenruhig zur frühen Führung einnickt. Kurz darauf darf ein gegnerischer Spieler zentral aus 20 Metern völlig unbedrängt aufs Tor schießen. Der nicht besonders gut platzierte Ball schlägt flach ein, Sven Müller zeigt keine Reaktion, ein gelernter Keeper hätte wohl  zumindest einen Rettungsversuch unternommen. Ansonsten macht Müller als mitspielender Torwart seine Sache gut und erstickt durch sein frühes Herauslaufen manch brenzlige Situation bereits im Keim. Wenige Zeigerumdrehungen später lässt sich die weit aufgerückte Abwehr  überlaufen, die Hereingabe drückt der am langen Pfosten stehende Stürmer aus stark Abseits verdächtiger Position über die Linie. 0:3, die Messe ist eigentlich schon gelesen und es sind gerade einmal 10 Minuten gespielt. Um sich selbst und die Mannschaft zu schützen, verlässt Dumm frustriert den Platz und Superhai rumpelt sich mit dem Rest der Truppe in die Halbzeit, wenigstens ohne einen weiteren Treffer zu kassieren.
Entnervt davon, auch bei seinem zweiten Einsatz als Coach im Stich gelassen zu werden, überlässt  Meinhardt dem neu motivierten Dumm die Halbzeitansprache und dieser versucht nach dem Wiederanpfiff, die Mannschaft auf dem Platz von hinten heraus zu führen. Das klappt auch weitestgehend, wir stehen wesentlich kompakter, übernehmen die Initiative und kommen zunehmend zu einem konstruktiven Spielaufbau. Wir lassen keine echte Torchance mehr zu und kommen vorne endlich selbst zu Möglichkeiten. Mitte der zweiten Hälfte bringt Reimann den Ball scharf von halblinks Richtung Tor, im Nachsetzten drückt Schallenberg, an diesem Tag unser bester, weil mannschaftsdienlichster Spieler, den Ball über die Linie. Der Einsatz stimmt jetzt, die Zweikämpfe werden angenommen und wir versuchen noch einmal, das Blatt zu wenden. Als in der Folge Meinhardt frei vor dem Tor nicht an eine sehenswerte Hereingabe von von Trosdorf herankommt, zeichnet sich ab, dass die Bemühungen trotz großer Laufarbeit und nun deutlich verbesserter Spielkultur nicht mehr zu einer Wende reichen werden.
Ohne den völlig verkorksten Spielbeginn und mit der Leistung der zweiten Halbzeit wäre gegen einen starken Gegner mindestens ein Punkt drin gewesen, aber zumindest hat die Moral der Truppe wieder einmal gestimmt. Bier trinken, Mund abputzen, duschen und endlich die Scheiße vom Schuh entfernen. Mit einer hoffentlich konzentrierten Leistung von Anfang an sollte es schon nächsten Samstag wieder besser laufen.

(Bericht: B. Gratzla)

Spiel 10.03.2018

TuS Solongen Aufderhöhe - II. AH 0:6 (0:2)

Landwehr

Rath        Selbach   Backoff    Haarhausen

Juchem (1)

 Dumm (1)         Sv. Müller       von Trosdorf

Lehmann (2)        Fragel (1)

Gartzla
Meinhardt (1)
St. Müller

Ein sehr durchwachsener Nachmittag für die Adler trotz eines 6:0 Kantersiegs.

Die AH der Solinger spielt zwar mangels Trainings-und Spielzeiten nun unter dem Dach des GSV Langenfeld  spielerisch hat sich allerdings nicht viel geändert.

Im Gegenteil:  Komplett unterlegen konnte die Heimelf über die gesamte Spielzeit nur hinterherlaufen und realistisch betrachtet kein einziges mal die Adler - Defensive in Verlegenheit bringen. Erschreckend aber, das die Dellbrücker viel zu wenig aus dieser Situation machten. Man agierte eher zurückhaltend und vorsichtig, anstatt den auch in der Defensive unsicheren Gegner permanent unter Druck zu setzen. Nur wenig gute Spielzüge und kaum gelungene Aktionen vor dem Tor des Gegners. So musste man tatsächlich 18 Minuten warten, ehe Andi Rath eine Hereingabe mit dem Kopf auf Stephan Juchem verlängerte, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte ebenfalls per Kopf zur Führung einzunicken. 5 Minuten später wieder Juchem mit einer schönen Einzelleistung und dem Abschluss aus 16 m an den gegnerischen Querbalken. Danach wieder viel Leerlauf und teils haartsträubende Fehlpässe und Ballverluste. Erst kurz vor der Pause dann das 2:0 durch Andy Fragel, der bei einer Hereingabe  mit dem Kopf  zur Stelle ist und aus wenigen Metern zum 2:0 einnickt.

In der Halbzeit mussten sich die Adler dann eine zurecht heftige Standpauke von Coach Stephan Müller gefallen lassen den die Spielweise seiner Elf eher an eine schlechte Ü-50 Truppe erinnerte. Prompt lief es besser: Wurde Fragels zweiter Treffer noch wegen fragwürdigem Abseits zurückgepfiffen, so erzielte Erik Lehmann aus 5 m Entfernung das 3:0 nachdem Juchem zuvor den Ball an der Seitenlinie stark erkämpft hatte und auf den völlig freistehenden Lehmann passte. Durch den zunehmenden Druck der Adler folgerichtig das 4:0 kurze Zeit später von Thorsten Meinhardt dessen Fernschuss noch etwas abgefälscht wurde und sich unhaltbar über den Solinger Keeper ins Gehäuse senkte.  5 Minuten später wieder Meinhardt aus 17 m, jedoch verfehlt der Ball das untere rechte Eck nur um Haaresbreite. Markus Dumm mit einem schönen Weitschuss zum 5:0 aus 17 m und Lehmann der per Kopfball-Bogenlampe das Endergebnis besorgte konnten die mitgereisten Zuschauer dann doch noch einigermaßen zufriedenstellen.

Oft wächst ja die Leistung mit einem starken Gegner, heute haben sich die Adler jedoch zu sehr am unterklassigen Niveau der immer fairen Solinger orientiert. Das muss sicherlich besser werden.

(Text: R. Haarhausen)

Spiel 17.02.2018

SpVg. Flittard - II. AH 1:6 (1:2)

Kühn

Gratzla           Sv. Müller (1)    Backoff

Lauderbach       Juchem (1)       

 Dumm (1)         Sieberg          Gül

Ecklebe (2)        Fragel

Lehmann (1)
Pickartz

Angesichts eines Überangebots an Offensivkräften und der zu erwartenden läuferischen Überlegenheit bei nur 70 Minuten angesetzter Spielzeit, stellte Coach Melcher das Team mit Dreier-Abwehrkette und zwei Stürmern auf und gab die Devise aus, schnell hinten aufzurücken, die Räume bei gegnerischen Ballbesitz eng zu machen, früh zu attackieren und die Heimelf erst gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Dies gelang bis Mitte der ersten Halbzeit auch recht gut, der frühe Führungstreffer in der 3. Minute resultierte genau aus dieser Marschroute: Der Torwart fand keinen frei stehenden Anspielpartner, sein Pass landete bei Ecklebe, der nicht lange fackelte und den Ball aus 25 Metern direkt per Heber über den weit vor seinem Kasten postierten Keeper zur Führung versenkte. Die Adler-Träger machten weiter Druck und kurz darauf landete ein wunderschöner Distanzschuss von Fragel am Lattenkreuz. Eher zufällig aber dennoch als logische Folge des bis dahin gefälligen Spiels, senkte sich nach zwanzig Minuten ein von Dumm als Flanke gedachter Ball genau hinten ins lange Eck zum 2:0. Anstatt wie bisher weiter den Ball laufen zu lassen, versuchten sich in der Folgezeit zu viele Spieler mit Einzelaktionen, so dass der Spielfluss verloren ging und Flittard stärker aufkam. Eines dieser unnötigen Dribblings führten im zentralen Mittelfeld zu einem Ballverlust, der anschließende Zweikampf ging verloren und als der Ball nach einer halben Stunde in die Spitze gespielt wurde, konnte der gut einen Meter hinter der Abwehr lauernde gegnerische Stürmer unbehelligt einschieben. Begünstigt wurde der Treffer durch die Regelauslegung des ansonsten ruhig und umsichtig pfeifenden Schiris Ebert, der es insbesondere bei der Heimelf mit der Abseitsregel alles andere als genau nahm. Die wurde hier auch nicht dadurch aufgehoben, dass der Ball beim Pass in die Spitze noch leicht von einem Dellbrücker Spieler abgefälscht wurde. Sei es drum, den Treffer mussten wir uns selbst ankreiden.

Melcher forderte in der Halbzeitansprache, zum Kombinationsspiel der Anfangshase zurück zu kehren und wechselte zunächst Lehmann für Gül und kurz darauf Pickartz für Fragel ein. Die Mannschaft nahm sich die Worte zu Herzen und nun machte sich auch die bessere Kondition bemerkbar. In der Folge fielen die Tore in schöner Regelmäßigkeit, zunächst durch einen satten Kracher von Lehmann aus der zweiten Reihe (40. Minute), es folgte Juchem mit einem schulbuchmäßigem Kopfball nach einem perfekt getretenen Eckball von Dumm (44. Minute), dann war der aufgerückte Müller an der Reihe, der sich mit etwas Glück gegen zwei Abwehrspieler durchwurschtelte und den Ball seelenruhig in die Ecke schob (56. Minute) und zuletzt traf nochmals Ecklebe zum Endstand von 6:1 (64. Minute). Dazwischen lagen nochmals insgesamt fünf Latten- und Pfostentreffer durch Juchem (2), Sieberg (2) und Dumm. Den einzigen Aufreger auf der anderen Seite gab es, als die weit aufgerückte und auf einer Linie stehende Abwehr durch einen langen Ball auf den mindestens fünf Meter im Abseits stehenden Stürmer der Heimelf erneut "ausgehebelt" wurde. Kühn meisterte die Eins gegen Eins Situation zunächst locker, bat den Gegenspieler dann aber noch einmal zu einem überflüssigen Tänzchen und machte es noch einmal spannend, bevor er endgültig klärte.

Alles in allem war es eine, von der Schlussphase der ersten Hälfte abgesehen, gute und konzentrierte Leistung der Mannschaft. Der Sieg hätte angesichts der Vielzahl der vor allem in der zweiten Hälfte herausgespielten Chancen und der zahlreichen Alu-Treffer auch deutlich höher ausgehen können.                                       

(Bericht: B. Gratzla)

Spiel 03.02.2018

TuSpo Richrath - II. AH 5:0 (2:0)

Schraepler

St. Müller   Reimann       Sv. Müller     Gratzla

Lauderbach       Theissen       Rath

 Dumm                   Lehmann

Juchem

Haarhausen
Pickartz
Fragel

Um es kurz zu machen: dies war ein extrem gebrauchter Tag für die Adler.

Da man schon vorher wusste, das die Langenfelder immer eine sehr gute Elf aufbieten, machte man sich  mit einer 14 köpfigen Truppe auf nach Langenfeld. Junior - Coach Thorsten Meinhardt hatte bis auf wenige Ausfälle auch nominell einen sehr guten Kader zusammen, sodaß man sich auf Dellbrücker Seite eigentlich auf ein schönes Spiel freuen konnte. Was dann allerdings ablief war teils kaum zu verstehen, teils einfach nur gruselig:  Alles was in den letzten Wochen passte, ging an diesem nasskalten Samstag Nachmittag schief. Eine kaum noch zählbare Flut an Fehlpässen, lange Bälle die im Nirwana landeten, und Stellungsfehler noch und noch. Die Heimelf indes laufbereit, schnell umschaltend und fussballerisch auf ganz hohem Niveau. Da musste man auf den ersten Treffer nicht lange warten: Die Richrather haben den Ball im Mittelfeld, kaum Bewegung auf beiden Seiten und plötzlich ein Pass an den Adler-Strafraum. Dort steht ein Stürmer komplett blank, dreht sich um und hat wenig Mühe ohne jede Gegenwehr den Führungstreffer zu erzielen. Kurz darauf schon das 2:0: Keeper Florian Schraepler lässt einen relativ strammen Schuss durch die Hände gleiten, sicherlich begünstig durch den glitschigen nassen Untergrund. Kann passieren, passt aber auch zum Spiel seiner Vorderleute. Gegen Ende der ersten Hälfte wird das Spiel der Adler endlich etwas präziser, aber Torchancen immer noch Mangelware.

Auch Anfangs der zweiten Halbzeit gestalten die Dellbrücker das Spiel  offen, die Kampfbereitschaft ist nun deutlich zu erkennen. Natürlich musste man nun auch mehr investieren um hier noch einen Punkt mitnehmen zu können. Gelegenheit  für die cleveren Hausherren, die nun noch einen weiteren immens schnellen Stürmer einwechselten, um auf Konter zu warten. Wie zu befürchten, kamen die Gelegenheiten im 5 Minuten -Takt. Ein Angriff in Überzahl versetzte den Adlern dann den endgültigen K.O.
Das 4:0 und 5:0 waren im Prinzip Kopien des 3:0: schnelle Vorstösse und immer wieder Überzahl für die Hausherren. Dazwischen - auch typisch für den schwachen Auftritt der Dellbrücker - bringt es Rainer Haarhausen aus immerhin 1,5 m Torentfernung fertig, eine maßgenaue Flanke von Pascal Lauderbach,  per Kopf neben den Kasten zu setzen. Die ärmste Sau an diesem Tag war wohl Coach Meinhardt, der sich seine Trainerpremiere anders vorgestellt  hatte.  Aber auch Ersatz-Keeper Schraepler, der   vom warmen, heimischen Sessel ins kalte Nass gezerrt wurde, war mit 5 Gegentreffern nicht zu beneiden.

Als Hauptschuldiger wurde nach dem Spiel Jakob Heppekausen ausgemacht, der durch seine Abwesenheit die Adler um den  Pausenteerum gebracht hat.

Im Ernst: eine ganz schlechte Vorstellung der Adler, die sich so nicht wiederholen darf.

(Bericht: R. Haarhausen).

Spiel 27.012018

Union Rösrath - II. AH 0:3 (0:1)

Kühn

Gratzla   A. Rath     Sv. Müller     Haarhausen

Lauderbach       Juchem (1)

 Luongo         Dumm          Lehmann (1)

Meinhardt (1)

Pickartz
(Theißen)

Ein in jeder Hinsicht überzeugender Saisonauftakt für die Adler. Auf runderneuertem Kunstrasen verstanden es die Dellbrücker von Beginn an den Gegner unter Druck zu setzen. Man merkte allerdings auch schnell das die Heimmannschaft nicht die Mittel hatte um das gutgestaffelte Dellbrücker Mittelfeld spielerisch zu überwinden und so gezwungenermaßen lediglich mit langen Bällen agierte. Für die Adler-Defensive bedeutete dies kaum Probleme, zumal Keeper und frisch gekürtes AH Mitglied Marco Kühn sich zweimal als Ersatzlibero betätigte und beidesmal die Angriffsbemühungen der Rösrather deutlich vor seinem Strafraum unterband.

Anders die Gäste, die versuchten über geordneten Spielaufbau zum Ziel zu kommen, dabei aber leider desöfteren zu überhastet versuchten durch das engmaschig besetzte Zentrum in den Strafraum einzudringen statt die ganze Breite des Spielfeldes zu nutzen.
Wenig hochkarätige Chancen der Adler, trotzdem ein klares Übergewicht mit 71 % Ballbesitz in der ersten Hälfte. Pascal Lauderbach, ebenfalls Neu-Mitglied bei der AH, zeigte wie wirkungsvoll und wichtig er für die Zentrale vor der Abwehr ist.
Der verdiente und überfällige Führungstreffer dann in der 26. Minute:
Der glänzend aufgelegte Erik Lehmann setzt sich am linken Flügel durch, kann im Strafraum noch einen Gegner umspielen und passt fast von der Grundlinie aus quer zu Thorsten Meinhardt, der keine Probleme hat die Kugel aus kurzer Distanz über die Torlinie zu drücken und sich damit in den Annalen als erster Torschütze in der Saison 2018 unsterblich macht.

So hatte Spielertrainer Detlev Theissen kaum Grund in der Halbzeit die tatktische Ausrichtung zu ändern, warnte jedoch auch davor, das die Heimelf ihrerseits sicherlich etwas ändern würden. Und genau dies trat dann ein.
Die Union kam ganz anders aus der Kabine und versuchte nun ihr Heil mit einem Stürmer mehr in der Offensive. Viel weniger Platz nun für die Adler die deutlicher früher am Spielaufbau gehindert wurden und sich immer mehr Angriffen des Gegners gegenüber sah. Andersherum gab es dann wieder mehr Raum für Dellbrücker Konter. Stephan Pickartz scheiterte knapp bei einer unübersichtlichen Szene im Rösrather Strafraum. Stephan Juchem versuchte es aus 17m von rechts mit dem rechten Außenrist, ebenfalls daneben.  Dann etwas Aufregung als sich der Union-Torwart bei einer Abwehraktion verletzt, der Schiedsrichter nicht abpfeift und das vermeintliche 2:0 für die Adler fällt weil Rösrather und Adler weiterspielen. Nach einigem Hin und Her und der unverständlich agressiven Wortäusserung eines Rösrathers Abwehrspielers, gaben die Adler fairerweise nach, und das Spiel wurde mit dem alten Spielstand fortgesetzt. Trotz mittlerweile gleichen Spielanteilen konnten die Rösrather bis auf ein, zwei Szenen Keeper Kühn nicht wirklich nervös machen, auch weil die Defensive durchgängig agressiv aber immer fair verteidigte. Dann endlich der erlösende 2:0 Treffer. Wieder setzt sich Juchem am rechten Strafraumrand durch und vollendet mit der Picke ins linke untere Eck.
Damit war der Nachmittag gelaufen, zu sicher standen die Adler und zu harmlos waren die Rösrather.
Das Tor von Lehmann kurz vor Schluss dann nur noch Ergebniskosmetik, dafür aber ein besonders schönes Marke Weltklasse: Lehmann erhält am linken Flügel den Ball und dringt in den Strafraum ein. Dort tanzt er mit einer starken Bewegung seinen Gegenspieler aus und schliesst mit einem fulminanten Schuss aus 15 m von halblinks ins rechte obere Eck den sehr gelungenen Auftritt der Adler an diesem Nachmittag ab.

(Bericht folgt: R. Haarhausen)

 

Bericht des Obmanns über das Jahr 2017

Ich habe einmal in den alten Unterlagen nachgeschlagen und festgestellt, dass wir im Jahr 2017 so erfolgreich waren wie nie zuvor. Zwei Spiele nur im Jahr verloren, dass kann sich sehen lassen. Ein Lob geht an die Mannschaft und an die jeweiligen Coachs.  

Zur Statistik:

  1. Es wurden wie im Vorjahr 28 Begegnungen ausgetragen. Wir traten 25mal auswärts an, zuhause spielten wir nur 3mal.  Gewonnen wurden 16, unentschieden endeten 10, verloren haben wir wie erwähnt 2 Spiele. Das Jahr wurde mit einem Torverhältnis von 78 zu 42 abgeschlossen.

  2. Aus unseren eigenen Reihen wurden 17 Spieler (im Vorjahr 21) eingesetzt. An Gastspieler kamen wir diesmal auf 24 (Vorjahr 18) aus. Von den 24 haben 14 weniger als 4 Spiele bestritten.

  3. Wie in den letzten Jahren gilt auch in diesem Jahr meinen Dank an Jakob Heppekausen, Stephan Juchem und Frank Marqua, die es immer schafften, dass der Spielbetrieb Woche für Woche reibungslos ablief. Es ist nicht einfach, wenn zum Spiel samstags noch der ein oder andere Gastspieler gesucht wird um die Reihe zu füllen. Aber es hat geklappt, sonst wären wir nicht auf 28 Spiele gekommen.

  4. Die meisten Spieleinsätze hatten: Stefan Juchem 27, Sven Müller 24, Stephan Müller 23, Bernhard Gratzla 23, Rainer Haarhausen 20, Stefan Backoff, Gültekin Düzgün und Detlev Theissen jeweils 19.

  5. Die Torschützenliste wird angeführt von: Stephan Juchem mit 10, gefolgt von Andy Fragel mit 9, Gültekin Düzgün und Sven Müller mit 8 Treffer. Von den 78 Toren haben 20 Treffer unsere Gastspieler geschossen.  3 Tore steuerte der Gegner durch Eigentore bei.

  6. Im Jahr 2017 wurden 55 Trainingseinheiten durchgeführt.  Die meisten Einsätze hatten: Rainer Haarhausen 50, Thorsten Meinhardt 44, Micki Ebert 40, Hubert Wetzels 38, Bernhard Gratzla 31, Stefan Backoff und Sven Müller 30 und Stephan Juchem 28mal teilgenommen. Hier muss aber angemerkt werden, dass die Trainingsabende ohne unsere Gasttrainierer nicht stattgefunden hätten.

  7. Im Jahr 2016 fanden 50 Versammlungen statt. Die Versammlungen sind zu unterteilen in 1 Jahreshauptversammlung, 08 Pflichtversammlungen und 41 offene Stammtische. Der Besuch der Jahreshaupt- und die Pflichtversammlungen wurden von den Mitgliedern rege in Anspruch genommen. Bei den offenen Stammtischen waren im Schnitt zwischen 6 und 7 Personen anwesend. Folgende Mitglieder führen die Liste an: Günter Marqua 45, Jakob Heppekausen 43, Michael Purschke 40, Frank Marqua 39, Stephan Müller 34 und Ferdi Rath mit 33 Besuchen.

  8. Für das Jahr 2018 wünscht sich der Fußballobmann, dass die Mannschaft von Verletzungen verschont bleibt und dass wir in der Erfolgsspur bleiben und endlich im Spätherbst unsere Heimspiele auf unserem neuen Kunstrasenplatz austragen können. Es wäre schön, wenn wir uns auch mit dem ein oder anderen jüngeren Spieler verstärken könnten.